Tarifvertrag sicherheitsgewerbe berlin 2019 pdf

Im Allgemeinen ist Arbeitszeit definiert als die Zeit vom Anfang bis zum Ende der Arbeit ohne Pausen (Sek. 2 Abs. 2 Para1 WTA und 4 Abs. 1 (YWPA). Die gesetzliche Arbeitszeit beträgt 8 Stunden pro Tag, mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen, die normalerweise als Ruhezeit vorgesehen sind (Abschnitte 3 und 9 WTA). Die gesetzliche Wochenarbeitszeit beträgt somit 48 Stunden, wird aber in vielen Fällen durch Tarifverträge auf 38,5 bis 35 Stunden reduziert. 1999 betrug die durchschnittliche vereinbarte Arbeitswoche 37,4 Stunden in Westdeutschland und 39,2 Stunden in Ostdeutschland (Quelle: Bundesarbeitsministerium ). Die tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden darf nicht überschritten werden, wenn es sich um werdende und stillende Mütter handelt (S. 8 MPA). Gleiches gilt für Arbeitnehmer oder Auszubildende unter 18 Jahren (Art. 8 YWPA).

Außerdem gilt ein Arbeitsverbot für junge Arbeitnehmer am Samstag (S. 16 YWPA). Ein Tarifvertrag kann als allgemein anwendbar für alle Arbeitsverhältnisse innerhalb seines geografischen Geltungsbereichs erklärt werden, unabhängig davon, ob der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer Mitglieder der Vertragsparteien sind oder nicht. Dies geschieht durch das Arbeitsministerium, wenn mindestens 50 % der Arbeitnehmer, die unter den geografischen Geltungsbereich der Vereinbarung fallen, von Arbeitgebern eingestellt werden, die bereits an die Vereinbarung gebunden sind. Sie erfordert auch die Übereinstimmung beider Industriepartner und muss von öffentlichem Interesse sein. Angesichts der Digitalisierung hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Wirtschaftsforschung Mannheim (ZEW) im Mai 2016 eine repräsentative IAB-ZEW Working World 4.0-Umfrage unter 2.032 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor durchgeführt. Im Jahr 2017 wurde die Erhebung auf Daten der sozialen Sicherheit ausgeweitet; darüber hinaus werden die Ergebnisse einer anstehenden Mitarbeiterbefragung hinzugefügt. Der neue Datensatz Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiBaWe) wird die sozialpolitischen Implikationen der Digitalisierung erforschen. Die arbeitsrechtliche Zuständigkeit, zu der auch gewerkschaftsrechtliche Streitigkeiten gehören, unterliegt dem Arbeitsgerichtsgesetz. Es gibt drei Instanzen, nämlich lokale Arbeitsgerichte, Regionale Arbeitsgerichte und das Bundesarbeitsgericht als letzte Instanz. Neue Verhandlungsrunden können beginnen, wenn ein Tarifvertrag ausgelaufen ist.

Im Jahr 2018 liefen die Tarifverträge im Durchschnitt 26,5 Monate – die kürzeste Laufzeit war im Chemie- und Energiesektor (15 Monate), der längste im öffentlichen Sektor (30 Monate). Zuständigkeit für die Aushandlung und den Abschluss von Betriebsvereinbarungen mit einem einzigen Arbeitgeber Wo es denn gibt, spielt der Betriebsrat eine wichtige Rolle bei der Beilegung von Streitigkeiten, bevor er vor Gericht kommt. Einzelne Arbeitnehmer sowie Betriebsräte und Gewerkschaften haben das Recht, einen Fall vor Gericht zu bringen.